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Riesaer trainieren mit Aerobic-Profi
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Montag, 1. Februar 2010
(Sächsische Zeitung) |
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Sie haben Talent, Ehrgeiz und hohe Ziele. Deshalb haben
die Sportler vom Aerobicteam des ESV Lok Riesa am vergangenen Wochenende
die Hallenserin Janka Daubner zum gemeinsamen Training in die Sporthalle
des Beruflichen Schulzentrums Riesa eingeladen. Die 36-jährige
Aerobic-Trainerin holte bereits 18 Deutsche Meisterschaftstitel, war
bei Europa- und Weltmeisterschaften dabei und vermittelt ihr Wissen
an den Nachwuchs weiter. An zwei Tagen gab Janka Daubner mehreren
kleinen Gruppen insgesamt zehn Stunden Tipps, Tricks und neue Impulse
an die Riesaer weiter. Freundlich, aber bestimmt fordernd leitet
sie die Acht- bis 17-Jährigen an. Vor allem Körperhaltung,
Körperspannung und einzelne Elemente wurden geübt. Dabei
entgeht dem Aerobic-Profi kein krummes Knie, kein nicht angespannter
Muskel. |
| Janka Daubner war schon einmal als Trainerin in der
Sportstadt. „Im Vergleich zum ersten Mal haben die Mädchen
sehr gute Fortschritte in der Beweglichkeit und Grundspannung gemacht.
Sie sind lernwillig, talentiert und ausbaufähig“, sagt
sie. „Dafür, dass sie nur dreimal wöchentlich trainieren,
sind sie richtig spitze.“ Was die Erfolgsaussichten betrifft,
hält sich Janka Daubner zurück. Natürlich seien Medaillen
das Ziel. International vielleicht? „Vielleicht“, antwortet
sie mit einem Lächeln.
Ähnlich bescheiden äußert sich auch die 14-jährige
Nadja Knauer. Gerade hat sie den Bundeskadertest, die höchste
Leistungsstufe, bestanden. „Anfangs war ich skeptisch, sah
den Test als Möglichkeit an, zu sehen wo ich leistungsmäßig
stehe. Dass es so gut läuft, damit habe ich nicht gerechnet“,
sagt sie. Der Ehrgeiz, in Wettkämpfen gute Platzierungen zu
erreichen, sei natürlich vorhanden, aber eine Teilnahme an
einer EM würde sie niemals als ihr Ziel formulieren –
vielleicht möchte sie es aber einfach nur nicht laut sagen.
„Aerobic ist für mich in erster Linie Freizeitsport,
der mir unglaublich viel Spaß macht.“
Abteilungsleiter Rainer Fleck wird da schon deutlicher. Er sieht
sie als mögliche Kandidatin für die deutsche Jugendnationalmannschaft.
„Sie hat seit dem Sommer letztes Jahr einen gewaltigen Leistungssprung
gemacht“, sagt er stolz. Die elfjährige Marie Dege ist
auf dem besten Weg, Nadja Knauer nachzueifern. Sie wurde in den
Perspektivkader aufgenommen, steht damit unter besonderer Beobachtung
der Trainer der Jugendnationalmannschaft. Ihre Mutter, Andrea Dege,
ist stolz auf ihre Tochter und kommt so oft sie kann mit zu Wettkämpfen
und zum Training. „Marie fällt es relativ leicht, Dinge
umzusetzen. Oft trainiert sie auch zu Hause, denkt sich Choreografien
aus – nicht weil sie muss, sondern weil es ihr Spaß
macht.“
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Training verging schnell
Nach drei Stunden intensivem Training mit Profi Janka Daubner werden
aus den ehrgeizigen und disziplinierten Aerobicsportlerinnen wieder
kleine Mädchen, die auf den Turnmatten herumtollen. „Waren
das wirklich drei Stunden Training?“, fragt ein Mädchen
ganz ungläubig. Ihr erschien es viel kürzer.
Das Training empfanden nicht nur die Mädchen als interessante
und neue Erfahrung : „Janka Daubner hat viel Trainings- und
Wettkampferfahrung und kann Dinge oft besser vermitteln als wir“,
sagt Rainer Fleck.
Der nächste große Wettkampf wird für die Riesaer
am 27./28. Februar in Eisenberg (Thüringen) sein. Dort treten
fast alle deutschen Aerobicvereine an. „Eine gute Chance für
Leistungsvergleiche“, so Rainer Fleck. Dann geht es um die
beste Mischung aus Kraft, Beweglichkeit, Körperspannung, Körperbeherrschung,
Eleganz, kreative Choreografien... und es wird sich zeigen, ob das
Intensivtraining mit Janka Daubner sich schon ausgezahlt hat.
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